Freitag, 22. Mai 2009

Letzte Station des ersten Roadtrips: Washington D.C.

Wie die Zeit doch vergeht… Nach gut einem Monat waren wir nun auf dem Weg zu unserem letzten Ziel: Washington. Das Ende unseres Roadtrips an der Ostküste Amerikas, die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Irgendwie kamen wir in Philadelphia am Morgen des 8.01.2008 jedoch nicht so richtig aus dem Knick, wir mussten unseren Van aber zu einer bestimmten Zeit in Washington abgeben, um nicht noch einen Tag draufzuzahlen. Auch die Suche nach dem Hostel war etwas kompliziert, da es kein Schild bis auf das Klingelschild gab. Als wir also endlich alle Sachen aus dem Auto geholt hatten, sind die Jungs mit ihrem Navi davongefahren. Wir Mädels packten also erstmal aus und machten uns dann in die Stadt auf Erkundungstour. Das schöne Wetter hatte uns von Philadelphia noch die 222 km begleitet und so stiegen wir an der Bushaltestelle zum Weißen Haus aus und bestaunten das wunderschöne Washington im Sonnenschein. Und da wir es uns auch mal wieder gut gehen lassen wollten, setzten wir uns in ein französisches Café. Oder besser gesagt: vor ein französisches Café in die Sonne. Natürlich machen das nur Touristen, und so waren wir die einzigen Gäste auf der Terrasse. Und ich glaube die Amerikaner, die an uns vorbei ins Café gingen, schauten uns auch etwas seltsam an. Aber egal. Wir genossen den Sonnenschein, den Kaffee oder wie in meinem Fall ein leckeres Dessert. Danach beschlossen wir uns das Department of Treasury (Bundesministerium für Finanzen - liegt direkt neben dem Weißen Haus) näher anzuschauen und anschließend zum Washington Monument zu gehen, um dort wieder unsere Jungs zu treffen. Dort erlebten wir dann auch wunderschönen Sonnenuntergang, mit einem tollen Blick hin zum Capitol und zur anderen Seite zum Lincoln Memorial. Anschließend sind wir wieder zu unserem Hostel zurück. Die Nachbarschaft rund um unser Hostel hatte ein bisschen was von San Francisco, war recht belebt und lud zu kleinen Restaurants und Pubs ein. Sowohl das eine als auch das andere taten wir dann. Wobei der Pub mit Liveband den Tag wunderschön abrundete. Den nächsten Tag, Mittwoch den 9.01.08 machten wir uns dann früh auf die Socken, um alle Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besuchen. Als erstes waren wieder beim Weißen Haus, diesmal sahen es wir aber von der richtigen Seite. Nach ein paar Fotos (unter anderem sehr seltsamen Fotos: man frage einen Mitbürger, ob er ein Foto von unserer Truppe macht. Es entsteht ein Foto von unserer Truppe vor dem Weißen Haus, GENAU vor dem Weißen Haus, d.h. man sieht nur uns und nicht das Weiße Haus, tsts), also nach ein paar Fotos ging es dann weiter zum Washington Monument, auf das man kostenlos durfte. Natürlich mussten wieder einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, wir befinden uns ja immer noch in Amerika! :) Aber von dem ca. 169 m hochgelegenen Aussichtspunkt im Monument aus, konnte man in alle Richtungen schauen und so hatten wir einen tollen sonnigen Ausblick auf Washington. Auf dem Weg nach untern gab es dann noch mal eine spezielle Showeinlage. Und zwar stoppte der Aufzug mehrere Male und die bis jetzt milchigen Aufzugtüren wurden durchsichtig, was einen Blick auf die Innenwände des Memorials freigab. Dort konnte man verschiedene gestiftete Steinblöcke sehen, die zum Teil recht schön gestaltet waren. Danach ging es zum Lincoln Memorial, vorbei am Rainbow Pool, der abstrakt sowohl alle Staaten von Amerika zeigte, als auch die Weltmeere, von denen sie umgeben sind. Vorbei an dem künstlich angelegten See, durch den einmal Forest Gump sprang (Reflecting Pool) kamen wir dann zu den Treppen des Lincoln Memorials, wo gerade Oprah Winfrey einen Spot zum Martin Luther Kings Day drehte. An der selben Stelle wo früher Martin Luther King seine berühmte „I have a dream“- Rede gehalten hatte. Vorbei an all den Schaulustigen und Polizisten kamen wir endlich zur übermenschlich großen Statue von Abraham Lincoln. Das Wetter war wunderschön, blauer Himmel und Sonnenschein waren trotz kühlerer Temperaturen super zum Sightseeing. Ein paar Fotos hier und ein paar Fotos da, und schon ging es weiter die National Mall entlang zum Museumsviertel. Dort verteilten wir uns dann in alle Richtungen, einige der Jungs ins Weltraummuseum, Nina und ich zum Beispiel zum Naturwissenschaftlichen Museum, "National Museum of Natural History". Man musste dort kein Eintritt bezahlen, was für so ein schönes Museum echt selten war. Nachdem wir nun etwas Zeit zwischen Dinosauriern und Osterinselfiguren verbracht haben, trafen sich alle wieder, um noch näher zum Capitol zu gehen. Durch den Sonnenuntergang und die Dämmerung ergab sich eine schöne Abschiedsfotokulisse. Noch einmal alle zusammen an unserem letzten Roadtrip Abend. Zum großen Abschluss wollten wir dann auch noch richtig essen gehen. Es sollte nicht schon wieder McDonalds sein, und so entschieden wir uns für ein spanisches Restaurant. Dort ließen wir dann unsere Spanier bestellen und genossen leckere Speisen wie Scambi-Paella, Gazpacho und diverse Tapas. Und wie es sich für ein gutes Restaurant in unmittelbarer Nachbarschaft zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Washingtons gehört, war die Portion kleiner als der Preis. Trotzdem genossen wir den Abend sehr.
Am Nachmittag des 10.01. sollte nun unsere Maschine zurück nach Miami gehen, Zeit genug um uns noch ein Museum anzuschauen. Und so verabschiedeten wir uns erstmal von Nina, da ihre Reise nun nur noch nach New York und dann nach Österreich zurück ging. Im Internationalen Spionage Museum hatten wir dann alle unseren Spaß und erkundeten selbst als Spione auf einer Mission die Geschichte von CIA und Co. Zum Schluss verabschiedeten wir uns dann noch von Stefan, der auch nach Hause nach Österreich ging. Nur noch zu 4. fuhren Masa, Alberto, Fernando und ich also zum Flughafen von Washington, und nachdem Fernando von der Flughafenpolizei ausgiebig gefilzt wurde ging es wieder „nach Hause“ nach Miami. Das war er also schon wieder gewesen, der große Roadtrip, den wir so lange geplant hatten und auf den wir uns so sehr gefreut hatten. Ein Monat war vergangen, viel ist passiert und vor uns stand das zweite Semester an der University of Miami! *Bitte hier für Washington Fotos klicken!!*

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