Mittwoch, 4. März 2009

Philadelphia, Pennsylvania

Und wiedermal sind wir so gut durch den Verkehr gekommen,dass wir viel zu zeitig an unserem Zielort angekommen waren.
Abends sind wir in Buffallo losgefahren und knapp 7 Stunden sollte die Fahrt gehen. Es war also erst gegen 5 Uhr morgens am 07.01.2008, als wir vor unserem Hostel standen. Natürlich hatte dies noch nicht geöffnet, geschweige denn davon, dass wir schon hätten einchecken dürfen. Was nun? Wir entschieden uns, das Auto einfach eine Querstraße weiter zu parken und einfach weiterzuschlafen. Das schien auch gut funktioniert zu haben, denn ein paar Stunden später wurden wir von Baugeräuschen geweckt und belustigte Bauarbeiter schauten durch unsere Fenster. Muss schon ein lustiger Anblick gewesen sein, 7 schlafende Touristen in einem Van irgendwo mitten in „Philly“.
Da wir immer noch nicht einchecken konnten, mussten wir uns erstmal einen bequemeren Ort zum Zeitvertreib suchen. Hierfür fanden wir einen typischen Fastfood Laden in der Innenstadt. Und so gab es Bagels und Toasted Baguettes zum Frühstück. Danach schauten wir uns schon mal ein bisschen die Stadt an. Ich muss sagen, dass mir Philadelphia sehr gut gefallen hat. Wahrscheinlich ist das hier wieder der „Europa-Faktor“, weil Philadelphia einige ältere Häuser hatte und die Stadt somit auch einen gewissen Charme hatte. (Was man von Miami ja in dieser Art und Weise nicht behaupten konnte.) Nachdem wir endlich unser 20-Mann-Zimmer im Hostel bezogen hatten, machten wir uns auf die richtige Sightseeing Tour. Und endlich war uns auch das Wetter gnädig gestimmt. Bei geradezu frühlingshaften Temperaturen wurden wir von Sonne und Vögelgezwitscher verwöhnt. Da ging es zuerst zur Liberty Bell, die berühmte Glocke mit dem Riss, die in ihrem eigenen Museum stand. Gut beschützt von mehreren Sicherheitsvorkehrungen. Naja, das waren wir in Amerika ja nun schon geübt: Rucksack durchsuchen, Menschen nach Waffen durchchecken und ständige visuelle Kontrolle. Dafür waren alle Museen an diesem Tag aber frei. Nachdem wir die Geschichte der Liberty Bell erfahren hatten, und sie sogar von Nahem bestaunen durften, überquerten wir die Chestnutstreet, um die Independence Hall zu erkundschaften, das Gebäude, indem die Declaration of Independence unterschrieben worden war. Nach einer kleinen Führung, entschieden sich unsere Jungs dann, dass wir unbedingt zum Art Museum besuchen mussten. Aus dem einfachen Grund, dass Sylvester Stalone in Rocky, Teil was-weiß-ich, die Treppen zu diesem Museum hochgelaufen war. Und die Stalone Fans unter uns wollten dem natürlich nacheifern. Es war ein ganz schöner Marsch, um dahin zu kommen, aber wie gesagt, Philadelphia hat wirklich schöne Häuser und die Allee zum Museum hin war auch sehenswert(Benjamin-Franklin Parkway, vorbei am Logan Square). Unter anderem gibt es noch andere Museen zu sehn, wie die Academy of Natural Sciences) und die Straße wurde gesäumt von alle Flaggen der Welt. Hier mussten sich natürlich auch alle vor Ihren Heimatflaggen fotografieren lassen. Am Art Museum angekommen, wurde dann direkt mal ein Film gedreht, um auch allen zu zeigen „Wir waren hier“.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann wieder zurück in die Stadt, die Jungens zu Fuß und die Mädels mit dem Bus :) Dort gingen wir beim Chinesen erstmal Abendessen. Im Hostel wurde sich dann nochmal etwas herausgeputzt, um sich die Partyszene von Philadelphia anzuschauen. Naja, wir sind eigentlich nur in einen benachbarten Pub gegangen, der mit: „On this site in 1897 nothing happened“ warb („Hier ist 1897 nichts passiert“). Aber da unser Hostel eine Curfew (Ausgangssperre) hatte, und sowieso etwas seltsam war, mussten wir pünktlich vor 1 im Hostel zurück sein, um nicht draußen schlafen zu müssen. Und den nächsten Tag wollten wir ja auch schon unser letztes Ziel ansteuern: Washington, D.C.

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