Am 16.02.2008 machten wir uns zeitig auf die Socken um zu den Everglades zu fahren und den floridianischen Alligatoren furchtlos in die Augen zu schauen. Die Fahrt wurde abermals mit einem amerikanischen Schulbus getätigt und nach gut 2 Stunden sind wir in dem naturgeschützten Sumpfgebiet, im Sawgrass Recreation Park, angekommen. Beim Einbiegen auf das Gelände sahen wir mehrere andere Besuchergruppen und hola!!! Da hat doch allen Ernstes jemand ein „Leipzig“-Cappi auf! Aus dem Bus raus musste ich natürlich gleich mal die Gruppe erkunden und stellte überrascht fest, dass es alles Deutsche sind. Schon ein komisches Gefühl irgendwo in der „Einöde“ im ausländischen Exil auf seine eigenen Landsleute zu treffen. Nachdem dieser Schrecken also überwunden wurde, ging es auch schon los mit dem Abenteuer.
In kleinen Gruppen wurden wir auf die „Airboats“ gelotst und gewappnet mit Oropax düsten wir auch gleich mit voller Kraft voraus durch die Sawgrass-Landschaft. Bloß gut, dass ich noch Bliss’ Sonnenbrille bekommen hatte (meine war kaputt gegangen), denn die Propellerboote fegten so übers Wasser, dass es ganz schön wehte. Und durch den Wind gab es noch eine andere ungewöhnliche Begegnung, und zwar mit kleinen Raupen, die bald in jedermanns Haar und Kleidung verstreut waren. Auf unserer Fahrt bekamen wir neben den Raupen aber natürlich noch die Stars der Everglades zu Gesicht: 4 bis 6m lange Alligatoren. Und wirklich weit entfernt waren wir von denen zum Teil wirklich nicht. Aber niemand wurde ins Wasser gezerrt oder verspeist und so konnten wir uns nach einer interessanten Lehrfahrt wieder auf den Weg zurück machen. Und an Land gab es noch viel mehr zu sehen. Nebst anderen Alligatoren und Alligatörchen gab es vieles, was einen normalen deutschen Bauernhof ausmacht: Schweine, Hühner und Schlangen. :) Man konnte sogar kleine Alligatoren in die Hand bekommen und sich mit ihnen fotografieren lassen. Obwohl das aus tierrechtlicher Sicht wohl nicht ganz so einwandfrei war, da ihnen das bissfreudige Maul zugeklebt wurde. Am Nachmittag bekamen auch wir dann einen Bissen zu essen, denn unsere Organisatoren bereiteten uns ein schönes Barbecue vor. Und so genossen wir den restlichen Tag mit gutem Essen, blauem Himmel und Sonnenschein, und Gesprächen über Schimpfwörter in verschiedenen Sprachen.
*FOTOS*
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